Von Montag, 7., bis Freitag, 11. Oktober trainiert die Crew des ADAC Rettungshubschraubers „Christoph 66“ anspruchsvolle Einsätze mit Rettungswinde. Die drei Piloten, drei Notfallsanitäter mit Winden-Zusatzqualifikation sowie zwölf Notärztinnen und -ärzte der Station in Imsweiler in der Westpfalz trainieren am Flugplatz Pirmasens und im Gewerbegebiet Flugplatz Zweibrücken Höhenrettungen sowie komplexe Bergrettungsszenarien am Büttelfels in Dahn. Die Trainingszeiten sind täglich von 9 bis 12 und von 14 bis 17.30 Uhr. Die Einsatzbereitschaft der Station läuft währenddessen regulär weiter. Für Anwohner und Ausflügler entstehen keine Einschränkungen.
Training von Höhenrettungen in Zweibrücken und Pirmasens
Einsatzroutine garantiert höchste Versorgungsqualität für Patientinnen, Patienten und die Sicherheit aller an Bord. Deshalb führt die gemeinnützige ADAC Luftrettung an ihren Windenstationen regelmäßig Windentrainings durch. Diesmal trainiert die Crew von „Christoph 66“ zusammen mit Höhenrettern der Berufsfeuerwehr Kaiserslautern und Flugrettern der Bergwacht Rheinland-Pfalz erstmals am Flugplatz Pirmasens und im Gewerbegebiet am Flugplatz Zweibrücken Höhenrettungsverfahren. Dabei stehen das Auf- und Abseilen (Fachbegriff: Auf- und Abwinchen) von Mimen-Verunglückten und Rettenden sowie das Vorbereiten des Abtransports von Verletzten mit dem Rettungsdreieck im Fokus. Rettungsverfahren schreibt die ADAC Luftrettung in einem Operationsmanual fest, das Grundlage des Trainings ist, vom Luftfahrt Bundesamt (LBA) genehmigt wurde und ein konsistent hohes Ausbildungsniveau sicherstellt.

Bergrettungstraining am Ortsrand von Dahn
Am Dahner Büttelfels trainieren die fliegenden Gelben Engel zusammen mit den Kräften von Bergwacht und Höhenrettung komplexe Einsätze mit Rettung aus schwer zugänglichem Gelände. Die Piloten müssen den ADAC Rettungshubschrauber nahe an den senkrecht aufragenden Felsformationen sicher fliegen und so positionieren, dass Notärztin oder -arzt über dem Einsatzort abgewincht werden können. Am Boden muss eine Simulationspuppe erstversorgt und der Transport im Bergesack vorbereitet werden. Zuletzt folgt das Aufwinchen. Das geplante Trainingsszenario ist sehr nah am Alltag der Westpfälzer ADAC Luftrettung. Sie wurde schon mehrfach alarmiert, um Verunglückte im Dahner Felsenland zu retten.

Wissenstransfer für noch bessere Windenrettungen
Im Notfall zählt jede Sekunde. Die ADAC Luftrettung lädt deshalb Vertretende regionaler Rettungsleitstellen und -organisationen am Dienstag, 8. Oktober, zum Windentraining in Dahn, wo ein Notarzt die Abläufe erläutern und Fragen dazu beantworten wird. Ziel ist, die Zusammenarbeit mit Behörden und Partnern auszubauen und die Möglichkeiten schneller Hilfe aus der Luft so zu veranschaulichen, dass Einsatzdisposition und -abläufe künftig noch besser werden.
Einsatzbilanz mit Rettungswinde 2023 und 2024
Die ADAC Luftrettung betreibt sechs Windenstationen, die sich neben der Westpfalz in München, Murnau und Straubing (Bayern), Sande (Niedersachsen) und Hamburg befinden. In Summe übernahmen sie 2023 546 Windeneinsätze, was verglichen mit dem Vorjahr einer Zunahme von 45 Prozent entsprach. Ein Grund dafür sind die erweiterten Einsatzmöglichkeiten mit der Rettungswinde bei Notfällen an schwer erreichbaren Einsatzorten im ländlichen und im städtischen Bereich. „Christoph 66“ ist in diesem Jahr bereits zu über 80 Windeneinsätzen geflogen. Gemessen an den Einsatzzahlen des vergleichbaren Vorjahreszeitraums entspricht das einem Plus von rund zehn Prozent.

Vom kommenden Montag an trainiert die gemeinnützige ADAC Luftrettung Spezialmanöver mit der Rettungswinde in den Bayerischen Alpen, dem Olympia Park und am Langwieder See. Die von den Stationen „Christoph 1“ an der München Klinik Harlaching und „Christoph Murnau“ am BG Klinikum Murnau durchgeführten Windentrainings finden ausschließlich unter der Woche statt. Geübt werden komplexe Einsatzszenarien mit der Rettungswinde im (hoch-)alpinen Umfeld, Höhen- sowie Wasserrettungen. Beide Stationen bleiben währenddessen voll einsatzbereit.
Berg-, Höhen- und Wasserrettungstraining in und um München sowie am Sudelfeld
Von Montag, 16. bis Donnerstag, 19. September spielen die schnellen Helfer aus der Luft aus München gemeinsam mit der Bergwacht Bayern komplexe Windeneinsätze im Bereich der Waller Alm am Vogelsang durch. Die gemeinsame Versorgung von Patientinnen und Patienten in unwegsamem Gelände, alle wichtigen Sicherungsmaßnamen sowie das Auf- und Abseilen (Fachbegriff: Ab- und Aufwinchen) stehen im Mittelpunkt. Teams aus vier Notärztinnen und -ärzten, vier Notfallsanitäterinnen und -sanitätern (TC HEMS) sowie acht Kräften der Bergwacht Bayern werden die gemeinsame Arbeit üben. Der ADAC Rettungshubschrauber soll jeweils von 9 bis 12 Uhr und von 14.30 bis etwa 17 Uhr fliegen. Die Verantwortlichen treffen sich bereits einen Tag vor Beginn des Trainings absolvieren eventuell Testflüge vor Ort.
Am Freitag, 20. September, trainiert die Crew von „Christoph 1“gemeinsam mit den Höhenrettern der Berufsfeuerwehr München vormittags im Olympia Park Höhenrettungen. Nachmittags ist das Trainieren von Wasserrettungen unter Beteiligung von Tauchern der Berufsfeuerwehr München am Langwieder See geplant. Die ADAC Luftrettung legt bei ihren mit Behörden und Grundstückseigentümern abgestimmten Windentrainings großes Augenmerk darauf, Anwohner und Ausflügler so wenig wie möglich zu beeinträchtigen.

Windeneinsatz-Training an der Wetterstein Alm und am Walchensee
In der darauffolgenden Woche trainieren die fliegenden Gelben Engel aus Murnau gemeinsam mit der Bergwacht Bayern Bergrettungen bei der Wetterstein Alm sowie mit der Wasserwacht Bayern Wasserrettungen am Walchensee. Die Instruktoren von ADAC Luftrettung und Bergwacht Bayern bereiten die Bergrettungsszenarien bereits am Montag, 23. September, vor.
Von Dienstag bis Donnerstag trainieren täglich mehrere Piloten, Notärztinnen und -ärzte sowie Notfallsanitäterinnen und -sanitäter mit vier Bergrettern anspruchsvolle Gebirgseinsätze: Retterinnen und Retter werden zur Unfallstelle abgewincht, müssen dort Absturzsicherungen wie Felshaken montieren, die Verunglückten an der Rettungswinde fixieren und in den Hubschrauber retten.
Am Freitag stehen Wasserrettungsszenarien mit der Winde auf dem Programm, an denen acht Wasserretter beteiligt sind. Der ADAC Rettungshubschrauber fliegt Mimen-Opfer, die zu ertrinken drohen, über Wasser an und wincht die geschulten Notfallsanitäterinnen und -sanitäter ab. Nach der Sicherung per Rettungswinde bringt er Retter und Verunglückte ans Ufer.

Einsatzkompetenz bei Windenrettungen von zentraler Bedeutung
Um höchste Versorgungsqualität für Patientinnen und Patienten sowie die Sicherheit aller an Bord bei den anspruchsvollen Windeneinsätzen zu gewährleisten, stehen Windentrainings bei der ADAC Luftrettung gGmbH zweimal im Jahr an. So stellt die führende deutsche Luftrettungsorganisation sicher, dass das Zusammenspiel von Crews und Partnerorganisationen effektiv funktioniert, die fliegerischen Vorgaben eingehalten und die notfallmedizinische Versorgung routiniert erfolgt. Alle Verfahren sind in einem vom Luftfahrt Bundesamt (LBA) genehmigten Operationsmanual beschrieben, das die ADAC Luftrettung für das Erzielen stets höchster Einsatzkompetenz entwickelt hat.
Windenbilanz Beleg für zunehmenden Bedarf
Die ADAC Luftrettung unterhält sechs Windenstationen, die sich in München, Murnau und Straubing sowie Sande (Niedersachsen), der Westpfalz (Rheinland-Pfalz) und Hamburg befinden. Im Jahr 2023 übernahmen diese Standorte insgesamt 546 Windeneinsätze, was gegenüber dem Vorjahr einem Plus von 45 Prozent entsprach.
Dies geht unter anderem aus den erweiterten Einsatzmöglichkeiten mit der Rettungswinde bei Notfällen in der Stadt und schwer erreichbaren Einsatzorten in ländlichen sowie alpinen Regionen zurück. „Christoph 1“ hat in diesem Jahr bereits über 70 Windeneinsätze übernommen. Die Station „Christoph Murnau“ ist schon mehr als 150 Einsätze mit der Rettungswinde geflogen, bei denen mehr als 180 Personen oft aus Lebensgefahr und anspruchsvollem Gelände gerettet wurden.

An der von der gemeinnützigen ADAC Luftrettung betriebenen Station in Zwickau hebt jetzt der modernste Helikopter der Modellreihe H135 ab und bringt Menschen in medizinischen Notsituationen schnelle Hilfe. Die führende deutsche Luftrettungsorganisation stellte den neuen Rettungshubschrauber mit dem Funkrufnamen „Christoph 46“ im Zuge ihrer kontinuierlichen Flottenmodernisierung in den Dienst.
Nummer-eins-Maschine der Modellreihe H135 in Zwickau
Der neue ADAC Rettungshubschrauber ist leistungsfähiger und technologisch ausgereifter als sein Vorgänger. Er verfügt über ein volldigitales Cockpit, das die Flugsicherheit entscheidend verbessert. Der Pilot erkennt andere Luftahrzeuge zuverlässig, bekommt auf dem Navigationsdisplay Hindernisse angezeigt und erhält automatisierte Kollisionswarnungen. Ein auf modernster Elektronik basierender Vier-Achsen- Autopilot ermöglicht Instrumentenanflüge bis zum Schwebeflug, zwei Kameras unterstützen den Piloten beim Landen in unbekanntem Gelände.
Die Cockpitbeleuchtung, drei LED-Lande- und zwei Suchscheinwerfer prädestinieren „Christoph 46“ für Flüge in der Dämmerung und Dunkelheit mit dem „Night Vision Imaging System“ (NVIS), um etwa die Einsatzbereitschaft während kurzer Wintertage zu gewährleisten. Der Rotordurchmesser von mehr als zehn Metern reduziert Fluggeräusche und Abwind. Die Maschine verfügt über zwei Triebwerke mit jeweils 734 PS Spitzenleistung. Die Einsatzgeschwindigkeit beträgt rund 220 Kilometer pro Stunde, die maximale Reichweite 667 Kilometer, und das Maximalgewicht beim Abflug ist 2.980 Kilogramm.

Individuelles Innenraumkonzept für bessere Patientenversorgung
Das Innenleben von „Christoph 46“ wurde von der ADAC Luftrettung erheblich aufgewertet. Die deutschlandweit erstmals zuvor in Siegen und Straubing eingerüstete Innenraumverkleidung „Kokon“ ermöglicht, medizinische Geräte wie Sauerstofflaschen flexibel an Wand oder Decke aufzuhängen und Patientinnen oder Patienten besser zu behandeln. Mit dem neuen System ist „Christoph 46“ rund 100 Kilogramm leichter, wodurch mehr Treibstoff mitgenommen werden kann und Folgeeinsätze ohne vorherige Tankstopps möglich sind.
Rettungsinnovationen für Patientinnen und Patienten
Der neue ADAC Rettungshubschrauber hat modernste Rettungsmaterialien mit an Bord. Eine beheizbare Vakuummatratze, die im Jahr 2022 erstmals für die Zwickauer ADAC Luftrettung an die Besonderheiten des Luftrettungsdienstes angepasst wurde, stabilisiert die Körpertemperatur und verhindert ihr Absinken. Ein Akku im Kopfbereich ermöglicht das Erwärmen auf 32, 36 oder 40 Grad Celsius. Wärmemanagement spielt etwa nach Verkehrs und Wintersportunfällen eine große Rolle, wenn Verletzte sich wenig oder gar nicht bewegen. Um Unterkühlungen noch effektiver vorzubeugen, hat „Christoph 46“ zusätzlich ein hochwertiges Erwärmungsgerät für Infusionen und Blutkonserven dabei.

Für die häufigen Transporte von Kindern – im Einsatzgebiet befinden sich mehrere Kliniken mit Kinderabteilungen – hält die Station einen „BabyPod“ vor. Dieser garantiert eine hohe Transportsicherheit für bis zu acht Kilogramm schwere und 80 Centimeter große Kinder und schirmt sie zuverlässig vor Außengeräuschen ab. Fest verbaut auf der Transporttrage und mit unterlegbaren Wärmepads stellt er ein verlässliches Wärmemanagement für die Jüngsten sicher. Zusätzlich gehört das modernste transportable Beatmungsgerät zur medizinischen Spezialausrüstung für alle Patientinnen und Patienten. In Kombination mit
dem BabyPod stellt es für Intensivtransporte von Menschen mit einem Mindestgewicht von zwei Kilogramm eine adäquate Alternative zum Inkubator dar.
Seit Anfang August hat „Christoph 46“ zudem die Rettungsboje „Restube“ an Bord. Diese entfaltet sich nach dem Abwurf beim Auftreffen auf die Wasseroberfläche selbst und bietet Beinahe-Ertrinkenden Halt, bis sie geborgen und medizinisch weiterversorgt werden können. Restube ist in Sachsen neben Zwickau auch in Leipzig im Einsatz und mehrfach verwendbar.

„Christoph 46“ und die Crew
„Christoph 46“ ist am Heinrich-Braun-Klinikum Zwickau stationiert und bringt in einem Radius von bis zu 70 Kilometern schnelle Hilfe aus der Luft, unter anderem ins Erzgebirge,
Vogtland, Altenburger Land und nach Hochfranken. Er übernimmt Rettungseinsätze ebenso wie Klinikverlegungen und fliegt dabei regelmäßig die Unikliniken und Herzzentren in
Leipzig, Dresden und dem Klinikum Chemnitz an. Hubschrauberführende Leitstelle ist die integrierte Regionalleitstelle Zwickau (Notruf 112). Intensivtransporte organisiert die
koordinierungsstelle für Verlegungsflüge des Freistaates Sachsen. Die Crew besteht aus drei Piloten, darunter Stationsleiter Mario Hartmann, drei auf Helikoptereinsätze spezialisierte Notfallsanitäter (TC HEMS), geleitet von Daniel Wallis, sowie 18 Notärztinnen und -ärzte vom Heinrich-Braun-Klinikum unter der Leitung von Dr. Frank Thümmler. Die tägliche Einsatzbereitschaft beginnt mit dem Sonnenaufgang (frühestens 7 Uhr) und dauert bis Sonnenuntergang. Im vergangenen Jahr wurden die Zwickauer Crews 1.337-mal angefordert, im ersten Halbjahr 2024 bereits 716-mal.
Training von 27. bis 30. August 2024 rund um Neustadt in Holstein
Die gemeinnützige ADAC Luftrettung trainiert von morgen, Dienstag, 27. August bis Freitag, 30. August, anspruchsvolle Spezialmanöver mit der Rettungswinde. Täglich von neun bis 17 Uhr üben die Crews des ADAC Rettungshubschraubers „Christoph Hansa“ aus Hamburg verschiedene Rettungsszenarien. Die Einsatzbereitschaft der Station am BG Klinikum Hamburg läuft währenddessen uneingeschränkt weiter.
Außenlandungen, Schiffs- und Wasserrettung auf dem Programm
Von Dienstag bis Donnerstag trainieren die schnellen Helfer aus der Luft Außenlandungen auf einem Firmengelände in Neustadt in Holstein und am ehemaligen Marine-Fernmeldeturm in Pelzerhaken. Außerdem stehen Schiffsrettungen in der Neustädter Bucht auf dem Plan. Dabei wird das medizinische Personal mit der Rettungswinde zu Rettungskreuzern der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGZRS) heruntergelassen (Fachbegriff: abgewincht). Dort folgt eine medizinische Simulation, bevor der Rettungsdummy per Luftrettungsbergesack oder Roll-up-Trage zum ADAC Rettungshubschrauber hochgewincht, also -gezogen, werden muss. Im Fokus steht die Kommunikation zwischen Pilot, Windenoperator und Kapitän: Die Position von Helikopter und Schiff muss etwa wegen des Rotor-Abwinds laufend austariert werden. Zudem müssen die fliegenden Gelben Engel auf Hindernisse wie Poller und Kräne an Deck reagieren.
Am Freitag stehen Wasserrettungen in der Neustädter Bucht auf dem Programm. Dabei werden Notärztinnen und -ärzte zu Beinahe-Ertrinkenden, gemimt von Schwimmern der Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) aus Pelzerhaken und Neustadt in Holstein, abgewincht. Fest mit der Rettungswinde verbunden, müssen die schnellen Helfenden aus der Luft die Opfer aus dem Wasser bergen und hochwinchen. Besonderes Augenmerk liegt hierbei auf der Selbst- und Fremdsicherung sowie der exakten Kommunikation aller Beteiligten untereinander.

Bei Windeneinsätzen besteht die Crew von „Christoph Hansa“ aus Pilot, Notärztin oder -arzt und Notfallsanitäterin oder -sanitäter (TC HEMS) in Funktion als Windenoperator (TC HHO). 15 Notärztinnen und -ärzte, drei TC HHO, eine TC HEMS und drei Piloten sollen das Training absolvieren.
Neben Hamburg befinden sich Stationen mit Rettungswinde und speziell dafür ausgebildeten Crews der ADAC Luftrettung in München, Murnau und Straubing (Bayern), Sande (Niedersachsen) und der Westpfalz (Rheinland-Pfalz). Um wichtige Routine sowie höchste Sicherheit für Patientinnen, Patienten und Crews zu gewährleisten, führt die Luftrettungsorganisation an diesen Standorten zweimal im Jahr Windentrainings durch.
„Christoph Hansa“ war der erste Ambulanzhubschrauber, wie er damals genannt wurde, in Deutschland, mit dem Patientinnen und Patienten unter ärztlicher Begleitung zwischen Kliniken transportiert wurden. Er wird bis heute als Intensivtransporthubschrauber eingesetzt, fliegt jedoch inzwischen mehr Rettungseinsätze, bei denen er Notärztin oder -arzt zu Menschen in medizinischen Notsituationen bringt. Seit 2022 fliegt „Christoph Hansa“ im Rahmen eines Forschungsprojekts mit Rettungswinde.
Fliegende Gelbe Engel laden zum Tag der offenen Tür am St. Marien Hospital ein
Seit 1974 ist Lünen die Heimat des Rettungshubschraubers „Christoph 8“. Die gemeinnützige ADAC Luftrettung feiert das Jubiläum der fliegenden Gelben Engel am Samstag, 24. August 2024 zusammen mit ihren Partnern mit einem Tag der offenen Tür am St. Marien Hospital.
In diesem Jahr feiert „Christoph 8“ mit Standort am St. Marien Hospital Lünen sein 50-jähriges Bestehen. Bis 1978 stellte die Bundeswehr mit einer Bell UH-1D die Luftrettung sicher, anschließend wurden Piloten des Bundesgrenzschutzes (heutige Bundespolizei) eingesetzt. Seit April 2005 betreibt die ADAC Luftrettung gGmbH den Standort in Lünen. Im vergangenen Jahr flog die Crew 1.011 lebensrettende Einsätze. Der Rettungshubschrauber „Christoph 8“ leistet damit einen wesentlichen Beitrag zur schnellen medizinischen Hilfeleistung bei Unfällen, akuten Erkrankungen und in lebensbedrohlichen Situationen. Bis heute flogen die Luftretter in Lünen über 50.800 Einsätze.
Seit ihrer Gründung im Jahr 1974 hat sich die Luftrettungsstation Lünen zu einem unverzichtbaren Bestandteil der medizinischen Notfallversorgung in der Region entwickelt. Frédéric Bruder, der Geschäftsführer der ADAC Luftrettung, lobt die hohe Professionalität und das große Engagement der Crew in Lünen sowie die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Partnern von Krankenhaus, Rettungsdiensten, Feuerwehren und Polizeidienststellen sowie der Trägergemeinschaft Kreis Unna. „Wenn Patientinnen und Patienten aus der Luft notfallmedizinisch versorgt werden müssen, können sich die Menschen in der Region auch in Zukunft auf 'Christoph 8' verlassen. Wir sind da“, betont Bruder.

„Wir sind sehr stolz, dass unsere Anästhesisten und Anästhesistinnen des St. Marien Hospital Lünen bereits seit Jahrzehnten die ärztliche Besatzung des Rettungshubschraubers Christoph 8 stellt,“ berichtet Clemens Galuschka, Geschäftsführer des St. Marien Hospitals. „Wir bedanken uns bei der ADAC Luftrettung für die erfolgreiche Zusammenarbeit der letzten Jahre und freuen uns auf die gemeinsame Zukunft.“
Wie schnell fliegen die Gelben Engel? Über welche Notrufnummer wird ein Rettungshubschrauber alarmiert? Was muss man tun, um Pilot, Notarzt oder Notfallsanitäter auf einem ADAC Rettungshubschrauber zu werden? Beim Tag der offenen Tür in Lünen haben Besucherinnen und Besucher von 11 bis 17 Uhr die Möglichkeit, einen Blick hinter die Kulissen des Rettungsdiensts und seiner Partner zu werfen. Hier lassen sich die „Gelben Engel der Lüfte“ hautnah erleben und die Crew persönlich kennenlernen.
„Christoph 8“ fliegt von Sonnenaufgang, frühestens 7 Uhr bis Sonnenuntergang zu Verletzten und Hilfebedürftigen. Insgesamt sind an der Station in Lünen 28 Teammitglieder im wechselnden Einsatz – 15 Notärzte und Notärztinnen des St. Marien Hospitals, drei Notfallsanitäter (TC HEMS) und zehn Piloten und Pilotinnen der ADAC Luftrettung. Die leitende Crew von „Christoph 8“ besteht aus Stationsleiter und leitender TC HEMS Thomas Kade, Notarzt Stefan Unterbusch sowie leitender Pilot Gerrit Lohmeier.

Am Luftrettungsstandort in Lünen ist eine kleine, wendige EC135 im Einsatz: Sie ist als schneller Notarztzubringer im urbanen Umfeld ideal für die Primärversorgung und den -transport von Menschen in Not geeignet. Bei Verkehrs- und Freizeitunfällen wird „Christoph 8“ besonders häufig alarmiert. Der Einsatzradius liegt bei 50 bis 70 Kilometern, die Einsatzgeschwindigkeit bei rund 220 km/h. Die Maschine kann so 70 Kilometer in nur 20 Minuten Flugzeit zurücklegen.
Neben der Ausstellung verschiedener Rettungsmittel, zahlreicher Fahrzeuge und dem Einblick in die Arbeit der Hundestaffel warten auch unterschiedliche Mitmachaktionen, Informationsstände und zahlreiche Kinder-Attraktionen wie Hüpfburg, Malwerkstatt und Ballonkünstler auf die Gäste. Mit dabei sind unter anderem DRK, Polizei, DLRG, THW und die Feuerwehr.
Der Tag der offenen Tür beginnt am Samstag um 11 Uhr und wird um 12 Uhr im Beisein von Landrat Mario Löhr und Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns offiziell eröffnet. Jeweils um 13 Uhr und 15 Uhr sind Vorführungen der Hilfsorganisationen geplant. Für das leibliche Wohl ist gesorgt. Parallel findet am Freitag, 23. und Samstag, 24. August am St. Marien Hospital ein Symposium zum Thema „Akut- und Notfallmedizin“ für Fachleute unter der wissenschaftlichen Leitung von Priv.-Doz. Dr. med. Christine Meyer-Frießem statt.

Neuer ADAC Rettungshubschrauber für die Luftrettungsstation in München
Die gemeinnützige ADAC Luftrettung treibt weiter die Modernisierung ihrer Flotte voran. Ab sofort ist an der Luftrettungsstation an der München Klinik Harlaching der neueste und modernste Rettungshubschrauber des Typs H145 mit Fünfblattrotor und Winde im Einsatz. Damit investiert das gemeinnützige Unternehmen in noch mehr Versorgungsqualität und Flugsicherheit ihrer Patienten und Crews.
Der neue ADAC Rettungshubschrauber bietet mehr Leistung und kann mit bis zu 100 Kilogramm mehr Zuladung fliegen. Weil mehr Kerosin mitgeführt werden kann, erhöht sich auch die maximale Flugzeit um rund eine halbe Stunde. „Dies ist eine enorme Verbesserung und Reichweitenerhöhung, was vor allem bei dringenden Transporten von schwerkranken Patienten zwischen Kliniken von Vorteil ist“, betont Stationsleiter Roland Benning die Besonderheiten des modernsten Rettungshubschraubers von Airbus Helicopters. „Durch das fünfte Rotorblatt liegt die H145 noch ruhiger in der Luft, für den Innenraum bedeutet dies weniger Vibration und damit einen schonenderen Transport für den Patienten“, erklärt der Pilot.
Bessere Versorgung und noch mehr Sicherheit an Bord
Mit zwei Triebwerken à rund 900 PS ist der Hubschrauber stark motorisiert, so dass die fliegenden Gelben Engel mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 260 Stundenkilometern schnellstmöglich zu Verunglückten und Kliniken gelangen. Das maximale Abfluggewicht liegt bei 3,8 Tonnen. Das Gewicht der neuen H145 ist geringer als das des Vorgängermodells. Dadurch hat er mehr Zuladungskapazität, die etwa für zusätzliche Spezialausrüstung oder medizinisches Personal zur Versorgung von Intensivpatienten genutzt werden kann.

Im vergangenen Jahr wurde die Münchner Crew zu 1621 Einsätzen rund um die Landeshauptstadt alarmiert – darunter 97 mit Rettungswinde. Auch für solche hochanspruchsvollen Spezialeinsätze in den Bergen oder schwer zugänglichen Einsatzorten ist die neue H145 wegen ihrer Leistungsstärke prädestiniert. München ist die vierte Station der ADAC Luftrettung, an der die Fünfblatt-Technologie zum Einsatz kommt.
Je nach Bedarf bietet die ADAC Luftrettung unterschiedliche Hubschraubertypen an. Bei Primäreinsätzen (Notfalleinsätzen) setzt das Unternehmen überwiegend auf den Hubschrauber des Typs H135, den in der deutschen Luftrettung am häufigsten eingesetzten Rettungshubschrauber. Im Vergleich zur H145 ist er kleiner und wendiger – mit entsprechend weniger Downwash – und hat somit Vorteile im urbanen, engbebauten Raum. Zudem ist er günstiger in der Anschaffung und im Betrieb.
Ergebnispräsentation bei Eröffnung des weltweit ersten Vertiports
Das Forschungsprojekt der gemeinnützigen ADAC Luftrettung zum Einsatz von Multikoptern für den Rettungsdienst ist international auf breites Interesse gestoßen. Die Ergebnisse der weltweit ersten Machbarkeitsstudie über das Potential der elektrisch angetriebenen, senkrechtstartenden Fluggeräte (eVTOLs) für die schnelle Hilfe aus der Luft werden nun in Paris vorgestellt. Dort haben die fliegenden Gelben Engel am Mittwoch, 7. August, bei der feierlichen Einweihung des weltweit ersten Vertiports für Multikopter vor hochrangigen Vertretern aus Industrie und Politik in Saint-Cyr-l'École bei Versailles über ihr Rettungsdienstprojekt berichtet.
Die Veranstaltung der Groupe ADP (Aéroports de Paris) als künftige Betreiberin der Vertiports in Paris findet mit mehreren Demonstrationsflügen auf dem Aérodrome de Saint-Cyr-l'École statt. In Kooperation mit Assistance Publique - Hôpitaux de Paris, dem Klinikverbund der Pariser Krankenhäuser, hat ADP angekündigt, das Multikopter-Konzept der ADAC Luftrettung auch für den Rettungsdienst in Frankreich testen zu wollen.

„Das internationale Interesse an unserem Projekt bestärkt uns in unserem satzungsgemäßen Auftrag, den Rettungsdienst aus der Luft mit zukunftsweisenden Innovationen weiterzuentwickeln. Wir sind nach den bisherigen Erfahrungen überzeugt davon, dass Fluggeräte wie der VoloCity auch den Rettungsdienst der Zukunft prägen und verbessern können“, betont Geschäftsführer Frédéric Bruder. Mit höheren Zuladungen und Einsatzgeschwindigkeiten sowie deutlich mehr Reichweite der nächsten Multikopter-Generation könnten die Vorteile für die Notfallversorgung laut Studie auch in der Praxis umgesetzt werden. Über die Chancen des Projekts für den Rettungsdienst informiert die ADAC Luftrettung zusammen mit ihrem Kooperationspartner Volocopter vom 7. bis 10. August am neuen Vertiport von ADP Saint-Cyr-l’École.
Für den bemannten Einsatz im Rettungsdienst hat die ADAC Luftrettung bereits zwei Multikopter des Typs VoloCity bestellt. Diese sollen nach aktuellen Planungen 2025 ausgeliefert werden. Nach erfolgreichem Abschluss eines mindestens zweijährigen Forschungsbetriebs in den Modellregionen Idar-Oberstein und Dinkelsbühl könnte das Multikopter-Projekt dann mit einem Nachfolgemodell in den Rettungsdienst-Regelbetrieb gehen.

Die weltweit erste Machbarkeitsstudie für den Einsatz von Multikoptern im Rettungsdienst war in Kooperation mit Volocopter Ende 2018 von der ADAC Luftrettung auf den Weg gebracht worden. Die von der ADAC Stiftung geförderte Studie konnte erstmals einen einsatztaktischen Vorteil von Multikoptern im Rettungsdienst theoretisch belegen: Deutliche Verbesserungen für die Notfallversorgung ergeben sich ab einem Einsatzradius von 25 bis 30 Kilometern. Die optimale Fluggeschwindigkeit des Multikopters sollte in diesem Fall bei mehr als 150 km/h, die Mindestreichweite bei rund 150 Kilometern liegen.
Im Vergleich zu einem Rettungshubschrauber ist ein Multikopter leiser und emissionsärmer und daher auch unter dem Aspekt von Nachhaltigkeit und Reduzierung des CO2-Abdrucks eine große Chance für die Luftrettung. Zudem ist der Betrieb eines Multikopters deutlich kostenreduzierter möglich. Der Multikopter soll den Rettungshubschrauber ausdrücklich nicht ersetzen, sondern die schnelle Hilfe aus der Luft ergänzen.
Die ADAC Luftrettung feiert in diesem Jahr 40-jähriges Bestehen am Standort Fulda. Im April 1984 hob „Christoph 28“ erstmals ab, um schnelle notfallmedizinische Hilfe aus der Luft zu leisten. Bis heute wurde der ADAC Rettungshubschrauber zu mehr als 43.000 oft lebensrettenden Einsätzen gerufen. Am Samstag, 13. Juli 2024 blickt das gemeinnützige Unternehmen gemeinsam mit dem Klinikum Fulda und dem Deutschen Roten Kreuz Fulda auf vier Jahrzehnte erfolgreiche Zusammenarbeit zurück.

„Wir hoffen, diese langjährige wertvolle Zusammenarbeit auch in Zukunft zum Wohle unserer gemeinsamen Patientinnen und Patienten fortsetzen zu können. Vielen Dank an die Stadt und die Bürgerinnen und Bürger aus Fulda für Ihre Unterstützung und Ihr Verständnis“, lobt Frédéric Bruder, der Geschäftsführer der ADAC Luftrettung gGmbH und fügt hinzu: „Teamarbeit spielt in der Luftrettung eine übergeordnete Rolle, in Fulda funktioniert das Team nicht nur im Einsatz und an Bord von ´Christoph 28`, sondern auf allen beteiligten Ebenen. Der Erfolg der Luftrettung in der Region basiert auf der vorbildlichen Zusammenarbeit mit Klinik, DRK, Leitstelle der Feuerwehr, bodengebundenen Rettungsdiensten und der Polizei.“
Dr. Thomas Menzel, Sprecher des Vorstands im Klinikum Fulda betont: „Der „gelbe Engel“ ist seit vier Jahrzehnten ein unverzichtbarer Baustein der Notfallversorgung in unserer Region. Versierte Piloten, qualifizierte Notfallsanitäter, kompetente Ärzte und moderne Hubschrauber am Standort Klinikum Fulda sind Garant für höchste Flug- und Patientensicherheit in der Luftrettung. Das Klinikum Fulda ist stolz, mit den Ärztinnen und Ärzten der Klinik für Anästhesiologie-, Intensiv- und Notfallmedizin einen wertvollen Beitrag für die Sicherheit und die Gesundheit der Menschen in unserer Region zu leisten. Unsere vertrauensvolle Partnerschaft mit der ADAC Luftrettung und dem DRK hat sich bewährt. ´Christoph 28´ ist ein unverwechselbares Wahrzeichen des Klinikums und der Stadt Fulda geworden.“
Christoph Schwab, Vorstandsvorsitzender des DRK Fulda erklärt: „40 Jahre Luftrettung in Fulda. Das ist eine beeindruckende Erfolgsgeschichte, die einen entscheidenden Beitrag für die Sicherheit und Gesundheit der Menschen in der Region Fulda leistet. Das gilt es zu feiern. Im Notfall ist diese professionelle Zusammenarbeit zwischen ADAC Luftrettung, Klinikum und DRK Fulda lebensrettend. Ein hochspezialisiertes Rettungsteam und modernste Medizintechnik sichern unseren gemeinsamen Anspruch auf professionelle Hilfe. Der Rettungshubschrauber ist damit ideale und schnellste Ergänzung im bodengebundenen Rettungsdienst. Ich danke allen, die zu diesem großartigen Erfolg beitragen. Diese innovative und starke Allianz wollen wir auch in Zukunft fortschreiben, denn es gilt das Motto: Never change a winning Team!“
Tag der offenen Tür in Fulda
Anlässlich der 40-jährigen Zusammenarbeit öffnet die ADAC Luftrettung gemeinsam mit dem Klinikum Fulda am Samstag, 13. Juli ihre Türen. Besucherinnen und Besucher können von 11 bis 17 Uhr auf dem Klinikgelände den Rettungsdienst aus der Luft hautnah erleben, einen Blick in den ADAC Rettungshubschrauber werfen und mit den Crewmitgliedern von „Christoph 28“ sprechen. Partner wie das DRK Fulda, die Feuerwehr der Stadt Fulda, das Technische Hilfswerk oder die Bergwacht Wasserkuppe sowie viele weitere Rettungsdienste bieten ein vielfältiges Angebot für Groß und Klein ¬– von Geschichten von Einsätzen, über Poetry Slam bis hin zu Filmbeiträgen sowie Vorträgen zu „Wie werde ich Pilot, Notärztin oder Notfallsanitäter“, „Was tue ich, wenn’s brennt“ oder „Was machen die Bergretter in der Röhn?“.
Der ADAC Hessen-Thüringen wird am 13. Juli ebenfalls vor Ort sein und über das breite Themenangebot des ADAC informieren. Auf einem Fahrrad Parcours können Kinder zudem ihre Balance auf dem Zweirad testen und verschiedene Parcours-Elemente überwinden. Für kleine und große Schrauber stellt ein ADAC Straßenwachtfahrer seine rollende Werkstatt vor und beantwortet Fragen rund um die Arbeit der „Gelben Engel“.

Der „Hungrige Wolf“ ist jetzt ein bisschen gelb: Die gemeinnützige ADAC Luftrettung hat den neu in Schleswig-Holstein geschaffenen Luftrettungsstandort am heutigen Montag offiziell eröffnet. Die feierliche Inbetriebnahme des ADAC Rettungshubschraubers mit dem Funkrufnamen „Christoph 67“ fand im Beisein von Gesundheitsministerin Kerstin von der Decken am Flugplatz in Hohenlockstedt bei Itzehoe statt. Von dort aus startet der fliegende Gelbe Engel ab sofort Rettungseinsätze aus der Luft und stellt so die medizinische Notfallversorgung der Bevölkerung in der Region sicher. Zum Einsatz kommt mit einer Maschine des Typs H145 einer der modernsten Rettungshubschrauber. Der Helikopter kann im sogenannten Dual-Use-Betrieb sowohl für Rettungseinsätze als auch als fliegende Intensivstation für Patiententransporte von Klinik zu Klinik genutzt werden.
Gesundheitsministerin Kerstin von der Decken: Luftrettung deutlich gestärkt
„Die Luftrettung ermöglicht eine schnelle und zielgerichtete Hilfe, die in vielen Fällen einen Beitrag leistet, Leben zu retten. Sie ergänzt den bodengebundenen Rettungsdienst und trägt dazu bei, dass auch in schwer zugänglichen Gebieten eine hochwertige medizinische Versorgung gewährleistet ist. Gerade in einem Flächenland wie Schleswig-Holstein ist die Luftrettung wichtig. Somit ist es eine gute Entscheidung, dass der Flugplatz „Hungriger Wolf“ neuer Standort der Luftrettung geworden ist. Er ergänzt die bestehenden Luftrettungsstationen in Niebüll und Rendsburg sowie in Siblin und sorgt für eine flächendeckendere luftrettungsdienstliche Versorgung. Ich freue mich auch, dass die neue Zentrale Disposition der Luftrettung in Kiel heute ihren Dienst aufnimmt. Sie wird eine Schlüsselrolle dabei spielen, die Einsätze der Rettungshubschrauber effizient zu koordinieren und somit eine optimale Nutzung der verfügbaren Ressourcen sicherzustellen,“ sagte Gesundheitsministerin von der Decken vor rund 100 Partnern und Unterstützern, darunter aus dem Kreis Steinburg Landrat Claudius Teske sowie Hohenlockstedts Bürgermeister Wolfgang Wein.

Vollausgestattete Interimsstation für schnelle notfallmedizinische Hilfe von oben
Gestartet wird bis zur Fertigstellung eines hochmodernen Neubaus von einer vollausgestatteten Interimsstation. Sie besteht aus Mobilcontainern für Medizin und Technik, Büro-, Ruhe- und Sozialräumen sowie zwei Zelthangaranlagen – für „Christoph 67“ sowie eine Ersatzmaschine für die ADAC Luftrettungsstationen des Nordens. Einsatzbereit ist der neue ADAC Rettungshubschrauber täglich von Sonnenaufgang (frühestens 7 Uhr) bis Sonnenuntergang. Optional kann er, sollte es in der Zukunft dafür einen Bedarf geben, zum Beispiel auch für Einsätze in der Dunkelheit ausgestattet werden.
Neuer Luftrettungsstandort in Schleswig-Holstein offiziell eröffnet
Mit dem „Hungrigen Wolf“ betreibt die ADAC Luftrettung zum ersten Mal auch eine Station in Schleswig-Holstein – die 38. der gemeinnützigen Organisation. „Die Menschen können sich in Notsituationen auf unsere Einsatzbereitschaft verlassen. Wir sind da“, versicherte Frédéric Bruder, der Geschäftsführer der ADAC Luftrettung gGmbH. „Qualität, Leistungsfähigkeit und Sicherheit stehen bei uns auch in Schleswig-Holstein an oberster Stelle“, erklärte er bei der Einweihung und lobte den mit 20 Jahren vergleichsweise langen Vergabezeitraum für den Betrieb der Station. Dies gebe allen Beteiligten Stabilität und Planungssicherheit, allen voran den Crews und ihren Familien.

Für die optimale notfallmedizinische Versorgung der Patienten steht am Standort „Hungriger Wolf“ eine sehr erfahrene und hochprofessionelle Crew zur Verfügung. Die Piloten und die Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter (TC HEMS) kommen von der ADAC Luftrettung, die Notärztinnen und Notärzte stellt im Rahmen einer Kooperation das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Letztere wurden in den vergangenen Wochen im medizinischen Ausbildungszentrum der ADAC HEMS Academy in Bonn-Hangelar, bei der Feuerwehr Lübeck sowie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf intensiv auf die Herausforderungen und Besonderheiten im Luftrettungsdienst vorbereitet.
„Die hohe medizinische Kompetenz in der präklinischen Notfallversorgung stellen unsere UKE-Notärzte und Notärztinnen am Boden schon seit Jahren mit jährlich über 8000 notfallmedizinischen Einsätzen unter Beweis. Wir freuen uns, dass wir unser Wissen und unsere Erfahrung nun auch an dem neuen Standort in Schleswig-Holstein einbringen können“, sagt Prof. Dr. Christian Zöllner, Direktor der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und Stellvertretender Ärztlicher Direktor des UKE.

Bei einer Alarmierung besteht die Crew von „Christoph 67“ aus einer Pilotin bzw. einem Piloten, einer Notärztin bzw. einem Notarzt und einer Notfallsanitäterin bzw. einem Notfallsanitäter (TC HEMS). Insgesamt sind am neuen Standort 21 Teammitglieder im Einsatz. Die leitende Crew von „Christoph 67“ besteht aus Stationsleiter und Pilot Sascha Richter, Notarzt Dr. Andreas Otto und TC HEMS Jascha Mahro. Haupteinsatzgebiet von „Christoph 67“ ist der südwestliche Landesteil von Schleswig-Holstein. Der Einsatzradius liegt bei 50 bis 70 Kilometern, die Einsatzgeschwindigkeit bei rund 220 km/h. Die Maschine kann so 70 Kilometer in nur 20 Minuten Flugzeit zurücklegen und von Hohenlockstedt aus auch Notfalleinsätze an der Nordseeküste und auf den Inseln fliegen. Mit einer Reichweite von rund 670 Kilometern ist der Helikopter darüber hinaus auch für Notfälle an noch weiter entfernten Orten einsetzbar.
Alarmiert wird der ADAC Rettungshubschrauber über die neue Zentrale Disposition der Luftrettung in Schleswig-Holstein in Kiel. Dieses Dispositionskonzept ist das erste seiner Art in Deutschland und startet zeitgleich mit „Christoph 67“ am 1. Juli 2024. Schleswig-Holstein geht damit neue Wege und nimmt eine Vorreiterrolle in Deutschland ein. Denn bisher gab es bei der Disposition von Rettungshubschraubern keine Leitstelle, die auch Rettungseinsätze zentral für ein gesamtes Bundesland disponiert. Aktuell gibt es so etwas nur für Verlegungen von Klinik zu Klinik.
30 Jahre Luftrettung an der BG Unfallklinik in Murnau
Die Luftrettungsstation an der BG Unfallklinik in Murnau feiert in diesem Jahr ihren 30. Geburtstag. Am 20. Oktober 1994 wurde der Intensivtransporthubschrauber vom Typ Bell 222 UT in Dienst gestellt. Seit 25 Jahren, seit 1. Juli 1999, fliegt „Christoph Murnau“ als ADAC Rettungshubschrauber in gelb und wird von der gemeinnützigen ADAC Luftrettung betrieben – und sorgt von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang für schnelle Hilfe aus der Luft.
Bis heute mehr als 30.000 Einsätze, davon rund 3500 mit der Winde
Welch große Bedeutung „Christoph Murnau“ für die Region hat, lassen die Einsatzzahlen erahnen. In den vergangenen drei Jahrzehnten wurden rund 30.000 Einsätze geflogen, davon unter anderem rund 7500 Intensivtransporte. Eine besondere Stellung innerhalb der Flotte der ADAC Luftrettung hat „Christoph Murnau“ vor allem aufgrund seiner zahlreichen Windeneinsätze. Mit der Umstellung im Jahr 1999 wurde auch das Hubschraubermuster auf eine BK117 modernisiert, die ab August 1999 zusätzlich mit einer Rettungswinde ausgestattet wurde. Bis heute flog der ADAC Rettungshubschrauber rund 3500 Windeneinsätze. Allein im Jahr 2023 waren es 182.

„Die beeindruckende Einsatzbilanz zeigt: „Christoph Murnau ist Deutschlands Windenhubschrauber Nummer Eins, erklärte Frédéric Bruder, Geschäftsführer der ADAC Luftrettung gGmbH, am Freitag bei einer Feierstunde zum Jubiläum. Bruder lobte die hochprofessionelle Arbeit und hohe Einsatzbereitschaft der Murnauer Crew sowie vor allem das hohe intensivmedizinische Niveau der BG Unfallklinik als eines der größten überregionalen Traumzentren der Maximalversorgung. Gemeinsam setzen wir uns auch in Zukunft dafür ein, Menschen in Not die bestmögliche Hilfe zu bieten.“
Feierstunde zum Jubiläum des ADAC Rettungshubschraubers „Christoph Murnau“
„Die beeindruckende Einsatzbilanz zeigt: „Christoph Murnau ist Deutschlands Windenhubschrauber Nummer Eins, erklärte Frédéric Bruder, Geschäftsführer der ADAC Luftrettung gGmbH, am Freitag bei einer Feierstunde zum Jubiläum. Bruder lobte die hochprofessionelle Arbeit und hohe Einsatzbereitschaft der Murnauer Crew sowie vor allem das hohe intensivmedizinische Niveau der BG Unfallklinik als eines der größten überregionalen Traumzentren der Maximalversorgung. Gemeinsam setzen wir uns auch in Zukunft dafür ein, Menschen in Not die bestmögliche Hilfe zu bieten."

„Der Rettungshubschrauber Christoph Murnau ist eine wichtige Säule der medizinischen Notfallversorgung in der Region, so Markus Schepp, Vorsitzender der Geschäftsführung der BG Unfallklinik Murnau. „Vor allem bei Einsätzen in den Bergen ist der Rettungshubschrauber mit Windenausstattung oft das einzige Rettungsmittel, um verletzte oder erkrankte Menschen schnell und sicher zu uns in die Klinik zu transportieren. Viele Menschenleben konnten durch die hochprofessionelle Zusammenarbeit der Crewmitglieder bisher unfallfrei gerettet werden. Darauf sind wir besonders stolz. Wir sind sehr dankbar, mit der ADAC-Luftrettung einen so starken Partner an unserer Seite zu haben.“
Bayerns Innenminister Joachim Herrmann betont: „Mit elf Rettungstransporthubschraubern und vier Intensivtransporthubschraubern verfügt Bayern über so viele Luftrettungsstandorte wie kein anderes Bundesland. Die ADAC Luftrettung ist dabei seit Jahren ein starker Partner. Zum 30-jährigen Jubiläum des ‚Christoph Murnau‘ gratuliere ich herzlich und danke allen Beteiligten für ihr bisheriges und künftiges Engagement.“
Über die Jahre hat sich das Einsatzspektrum von „Christoph Murnau“ gewandelt. Wurde er in den ersten Jahren im 24-Stunden-Betrieb als reiner Intensivtransporthubschrauber eingesetzt, damals noch aus einem Zelthangar am Südrand der Klinik betrieben. So fliegt er heute von seiner 2001 neu gebauten Luftrettungsstation rund 70 Prozent klassische Rettungseinsätze. 15 Prozent der Alarmierungen entfallen auf Intensivtransporte sowie Bergeinsätze. Letzteres ist vor allem dem Einsatzort im Voralpenland geschuldet. Dank einer eigens entwickelten, modularen medizinischen Ausstattung kann die Konfiguration des hochmodernen Hubschraubermusters H145 von Airbus Helicopters jederzeit den vielfältigen Einsatzmöglichkeiten angepasst werden.

Neben dem normalen Einsatzspektrum von „Christoph Murnau“ im Oberland kam es in der Vergangenheit vor allem im Rahmen von Intensivtransporten auch zu längeren Flügen bis in weit entfernte Regionen der Bundesrepublik. So flogen die Besatzungen des Murnauer ADAC Rettungshubschraubers unter anderen bis nach Berlin, Solingen und Gießen. Die Einsatzgeschwindigkeit von „Christoph Murnau“ liegt bei rund 230 km/h.