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FAQ

Fragen und Antworten zur ADAC Luftrettung

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Titelbild der FAQ

Über die ADAC Luftrettung

Die ADAC Luftrettung ist der größte Betreiber von Rettungshubschraubern im öffentlich-rechtlichen Rettungsdienstsystem in Deutschland. Wir sind eine gemeinnützig anerkannte Gesellschaft zur Förderung der öffentlichen Gesundheitspflege, Rettung aus Lebensgefahr im Rahmen der öffentlichen Daseinsvorsorge und Minderung von Unfallfolgen.

In Anlehnung an den Schutzpatron der Reisenden, St. Christophorus, werden die Rettungshubschrauber „Christoph” genannt. Zusätzlich zum Namen erhalten sie eine Nummer oder eine Ortsbezeichnung. Zum Beispiel „Christoph 10“ an der Station in Wittlich oder „Christoph Murnau“. Der Name gilt gleichermaßen für die Crew und die jeweilige Station.

Über den Rettungseinsatz

Die ADAC Luftrettung betreibt insgesamt drei 24-Stunden-Stationen: „Christoph 26” in Sanderbusch, „Christoph Westfalen“ in Greven und „Christoph Brandenburg” in Senftenberg. Diese Stationen bedienen den Nachtbetrieb mit so genannten „dringenden Verlegungsflügen” von einem Krankenhaus zum anderen. „Christoph Brandenburg“ leistet zusätzlich auch nach Sonnenuntergang Notfalleinsätze in unbekanntem Gelände. Alle anderen Stationen der ADAC Luftrettung sind von 7:00 Uhr morgens (frühestens Sonnenaufgang) bis zum Sonnenuntergang im Einsatz.

Bei schlechten Wetterbedingungen wie bei starkem Nebel und Windböen oder Vereisungsgefahr können unsere Rettungshubschrauber nicht starten.

s ist keine Mitgliedschaft im ADAC e.V. notwendig, um mit einem Rettungshubschrauber transportiert zu werden. Denn die Rettungshubschrauber sind Teil des öffentlich-rechtlichen Rettungsdienstsystems. Für den Einsatz eines Rettungshubschraubers kommen, wie auch bei einem Transport mit dem Rettungswagen, in der Regel die Krankenkassen auf. Voraussetzung dafür ist eine Krankenversicherung des Patienten.

Die Kosten für einen medizinisch notwendigen Hubschraubereinsatz werden in der Regel von der Krankenversicherung des Patienten übernommen. In manchen privaten Versicherungen gibt es jedoch eine Erstattungsobergrenze. Informationen hierzu liefert die jeweilige Krankenversicherung. Nur wenn der Patient nicht krankenversichert ist, müssen die Einsatzkosten selbst getragen werden.

Die ADAC Rettungshubschrauber werden über die Notrufnummer 112 bei der zuständigen Leitstelle angefordert. Ein direktes Anfordern des Hubschraubers ist nicht möglich! Ob ein Hubschrauber oder ein anderes Rettungsmittel eingesetzt werden, entscheidet der Leitstellendisponent nach einem Kriterienkatalog. Ausschlaggebend dafür sind aktuell verfügbare Rettungsmittel, das Meldebild, der Einsatzort oder aber die Wettersituation.

In Deutschland ist der Rettungsdienst Ländersache und wird daher durch die Rettungsdienstgesetze der einzelnen Bundesländer geregelt. Die ADAC Luftrettung betreibt ihre Stationen also im Auftrag der Innen- oder der Sozialministerien der Bundesländer.

Damit im Notfall so schnell wie möglich geholfen werden kann, haben die Hubschrauber der ADAC Luftrettung eine Sondergenehmigung für Landungen. Dafür darf die Luftrettung sowohl auf öffentlichem Gelände landen (z.B. auf der Autobahn) oder aber auf privaten Grundstücken wie einem Garten oder einem Supermarktparkplatz. Ausschlaggebend für die Landung ist ein sicherer Landeplatz in unmittelbarer Nähe zum Einsatzort, damit keine wertvolle Zeit verloren geht.

Nein, die Rückholung aus dem Ausland ist eine der vielen Hilfeleistungen, die der ADAC Ambulance-Service bietet. Er unterhält eine eigene Ambulanzflotte mit hochmoderner, intensivmedizinischer Ausstattung. Das Leistungsspektrum setzt sich je nach Art der ADAC e.V. Mitgliedschaft zusammen. Weitere Informationen zum ADAC AmbulanceService finden Sie hier:

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Über die Crew

Die ADAC Luftrettung bildet derzeit selbst keine Piloten aus. Eine Ausbildung kann bei einer beliebigen Luftfahrerschule im In- oder Ausland erfolgen. Der Lehrgang dauert etwa ein Jahr und kostet ca. 100.000,- €, abhängig vom Umfang oder ob es sich um eine In- oder Auslandsausbildung handelt. Die Kosten sind in der Regel durch den Bewerber zu tragen, es sei denn sie erfolgt bei der Polizei oder der Bundeswehr. Eine Übernahme oder Vorfinanzierung der Ausbildungskosten durch die ADAC Luftrettung ist leider nicht möglich. Nach dem Abschluss verfügt der Bewerber über etwa 150 Gesamtflugstunden. Wir stellen Co-Piloten (PICUS – Pilot-in-command under supervision) jedoch erst mit einer Erfahrung von mehr als 500 Stunden Gesamtflugerfahrung auf Hubschrauber ein. Jeder Bewerber muss dafür eine Fliegertauglichkeitsuntersuchung nach Teil-FCL Klasse 1 nachweisen.

nachweisen und eine Lizenz nach Teil-FCL als Berufshubschrauberführer besitzen. 500 Stunden davon müssen im Luftrettungsdienst oder einem einsatzähnlichen Profil geflogen werden: Das sind kurze Flüge ohne lange Vorbereitungszeit mit Landungen unter schwierigen Umgebungsbedingungen. Dazu zählen wir auch die Zeit bei der Bundeswehr, bei den Länder-Bundespolizeien und teilweise die Zeiten als Fluglehrer. Nicht gezählt werden jedoch geplante Passagierflüge zu Flugplätzen, da diese nichts mit dem für uns üblichen Einsatzprofil gemein haben. Als Co-Pilot (PICUS) beträgt die Einstellungsvoraussetzung bei der ADAC Luftrettung derzeit 500 Stunden Gesamtflugerfahrung auf Hubschraubern.

Wenn Sie die oben genannten Voraussetzungen erfüllen, freuen wir uns auf Ihre Initiativbewerbung als Pilot oder Co-Pilot über unser Karriereportal. Bei Fragen können Sie sich gerne an Frau Silke Menke unter der Telefonnummer (089) 7676 64 81 wenden. Falls Bedarf besteht und Sie den vorgenannten Anforderungen entsprechen, werden Sie von uns zur DLR in Hamburg eingeladen, die sich auf die Auswahl von Luftfahrzeugführern spezialisiert hat. In einem für die ADAC Luftrettung eigens entwickelten Eignungstest werden u.a. optische und akustische Merkfähigkeit, Koordination, Mehrfachbelastung sowie Kenntnisse in Mathematik, Physik und Englisch geprüft.

Karriere

Die auf unseren Rettungshubschraubern eingesetzten Notärzte sind keine Angestellten der ADAC Luftrettung. Sie werden vom jeweils angebundenen Krankenhaus zur Verfügung gestellt. Die Voraussetzungen dafür sind:

  • Qualifikation als Notarzt nach jeweiligem Landesrecht, d.h. Fachkunde Rettungsdienst oder Zusatzbezeichnung Notfallmedizin
  • Facharztqualifikation in einem intensivmedizinischen Bereich wie Innere Medizin, Chirurgie oder Anästhesiologie
  • Positive Einschätzung durch den verantwortlichen leitenden Hubschrauberarzt als geeignet als für den Luftrettungsdienst
  • Zusatzweiterbildung „Intensivtransport” nach den Vorgaben der DIVI für die Durchführung von Intensivtransporten.

Unser Kursangebot finden Sie bei der ADAC HEMS Academy Wer die Chance erhalten möchte, als Arzt im ADAC Rettungshubschrauber eingesetzt zu werden, sollte sich auf eine Assistentenstelle in der Fakultät einer der Hubschrauber-Standortkliniken bewerben, die die Notärzte für den Rettungshubschrauber stellt (meist Anästhesie).

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Bei dem auf den ADAC Rettungshubschraubern eingesetzten Rettungsfachpersonal, kurz TC HEMS, handelt es sich in der Regel nicht um Angestellte der ADAC Luftrettung. Sie werden im Rahmen von vertraglichen Vereinbarungen von ortsansässigen Hilfsorganisationen, Feuerwehren oder Kliniken gestellt. Bei einzelnen Luftrettungsstandorten kann im Ausnahmenfall davon abgewichen werden.

TC Hems steht für Helicopter Emergency Medical Services Technical Crew Member. Es ist die Bezeichnung für unser Rettungsfachpersonal.

HHO steht für Helicopter Hoist Operator. Es bedeutet Zusatzqualifikation an der Winde und bezeichnet unsere Windenoperatoren.